Viele Konzerttechniker haben die eine oder andere aufregende Anekdote aus Ihrem Leben von der Arbeit mit Pianisten zu berichten. Oft wird von einem recht „divenhaften“ Verhalten einiger Pianisten gesprochen. Doch zu selten wird den Tatsachen ins Auge gesehen: Kaum ein Pianist nimmt seinen eigenen Flügel auf Konzertreise mit!

Im Gegensatz zu anderen Musikern ist er dem Instrument, das vor Ort steht, manchmal regelrecht ausgeliefert. Nicht alle Flügel (selbst in Konzertsälen) sind so präpariert, dass sie alles wiedergeben, was der Pianist von ihnen abverlangt: Zum Beispiel eine schlechte oder ungleichmäßige Intonation, eine „knetige“, zähe Bespielbarkeit u.v.m.

Dem gegenüber findet man das Publikum mit einer riesigen Erwartungshaltung, das von all diesen Hürden für den Pianisten nichts weiß. Eventuell befindet sich im Publikum sogar dann auch noch ein Kritiker, der dann in der Zeitung das allzu oft gerne verwendete Wörtchen „Bandbreite“ benutzt, die der Flügel gar nicht besitzt! Wen darf da ein angespanntes Verhalten aufgeregter Künstler wundern?

Um ein Konzert bestmöglich gelingen zu lassen, braucht es in meinen Augen drei Dinge, die ein „Dreiergespann“ bilden müssen:

Den Pianisten, den Flügel und den Techniker

Ich gehe auf all Ihre Wünsche ein und lasse nie den Dialog zwischen dem Künstler und dem Konzerttechniker aus den Augen, überzeugen Sie sich selbst!